Jason Calacanis erwartet, dass Bitcoin (BTC) innerhalb der kommenden zwölf Monate erneut die Marke von 57.000 Dollar testen könnte. Seiner Ansicht nach hat Bitcoin an Attraktivität verloren, weil künstliche Intelligenz (KI) Kapital und technisches Interesse auf sich zieht.
In einem X-Beitrag vom 27. Oktober 2026 schrieb Calacanis, Bitcoin werde „innerhalb der kommenden zwölf Monate erneut das Tief bei 57.000 Dollar testen“. Der Bitcoin-Kurs lag zu diesem Zeitpunkt laut seinem Beitrag bei rund 79.600 Dollar. Die Marke von 57.000 Dollar liegt etwa 28 Prozent darunter. Calacanis riet Bitcoin-Haltern zum Verkauf und dazu, Kapital in den KI-Bereich umzuschichten.
Als Beleg für eine nachlassende Nachfrage verwies Calacanis auf Abflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs. Die täglichen Kapitalströme verliefen jedoch nicht durchgehend in eine Richtung. Am 22. und 23. Oktober verzeichneten die US-Spot-Bitcoin-ETFs zusammen Nettoabflüsse von 773,4 Millionen Dollar. Am 26. Oktober folgten Nettozuflüsse von 110,3 Millionen Dollar.
Die von TFTC (Truth for the Commoner) veröffentlichten Tagesdaten zu den ETFs zeigen, dass die Zuflüsse am 26. Oktober vollständig auf BlackRocks IBIT entfielen. Die Kapitalströme geben die täglichen Zu- und Abflüsse dieser Produktgruppe wieder. Allein daraus lässt sich weder auf die Gesamtnachfrage nach Bitcoin noch auf dessen künftigen Kurs schließen.
Calacanis hält die Funktion von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel allein für zu wenig, um mit KI zu konkurrieren. Allerdings bewertet er nicht alle digitalen Vermögenswerte nach demselben Maßstab: In einem späteren X-Beitrag erklärte er, den Token TAO des KI-Netzwerks Bittensor zu halten.
Bittensor ist ein Netzwerk, das Teilnehmer für Rechenleistung sowie KI-Antwort- und Speicherdienste belohnt. Calacanis zufolge bietet der KI-Bereich mehr praktische Anwendungsfälle als Bitcoin. Sein TAO-Bestand ist ein möglicher Interessenkonflikt, der bei der Einordnung seiner Anlageperspektive berücksichtigt werden sollte.
Zuvor hatte Calacanis eine Erholung von Bitcoin als vorübergehende „Dead-Cat-Bounce“ bezeichnet. Michael Saylor und Cathie Wood widersprachen ihm daraufhin. In der vorherigen Auseinandersetzung stritten beide Seiten über den tatsächlichen Nutzen von Bitcoin und seine Rolle als Anlagewert.
Calacanis nannte diesmal einen konkreten Zeitraum von zwölf Monaten und einen Zielkurs von 57.000 Dollar. Auf zwei Tage mit Nettoabflüssen folgte bei den ETF-Kapitalströmen ein Tag mit Nettozuflüssen. Seine Aussage, Bitcoin werde kein neues Allzeithoch mehr erreichen, bleibt eine persönliche Einschätzung.
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